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fictional

Sonntag, 21. Dezember 2008

Für einen Wettbewerb

Warum ist Knoblauch schädlich für Vampire?
Ein Essay für Vampirhalter

Seit Jahrhunderten forschen Wissenschaftler an dieser schweren Frage. Woher kommt diese Knoblauchallergie und warum sind Vampire besonders gefährdet?

Nun, liebe Leser, das Problem liegt im Vampirismus selbst begründet. Zunächst sammeln wir ein paar Fakten über unsere blutdurstigen Freunde.
Sie sind unsterblich – wenn auch nur fast. Ein Vampir altert nicht und kann so bei guter Pflege Jahrhunderte überleben. Er sollte von Sonne fern gehalten und mit genügend Blut versorgt werden.
Weiterhin machen ihn religiöse Symbole nervös – dies gilt seit langem als bestätigt. Besonders christliche Artefakte können dem Vampir schaden. Zum Beispiel können Weihwasser oder Kruzifixe böse Verbrennungen auf der zarten Haut hinterlassen.

Die Ernährung ist einseitig und schwer zu beschaffen. Genügend Blut sollte es auf jedem Fall in jedem vampirischen Haushalt geben. Zur Not tun es auch entlaufene Tiere.

All diese seltsamen Eigenschaften ziehen nun folgende Konsequenzen nach sich: aufgrund der fehlenden Sonne und der einseitigen Ernährung sehen Vampire zwar unglaublich gut aus aber sie leiden auch an Vitaminmangel.
Gerade Vitamin C und D sind in unserem Körper wichtig. Sie sorgen dafür, dass Enzyme gebildet werden unter anderem auch das Enzym, welches für die Knoblauchverträglichkeit verantwortlich ist.
Der Knoblauch aus der Familie der Lauchpflanzen zeichnet sich durch seinen charakteristischen Geruch aus. Die Aminosäure Alliin ist der Träger dieses Geruchs.
Besonders dieser Geruch ist für Vampire unerträglich – ähnlich wie Rauchbomben für Menschen. Verstärkt wird dies natürlich noch durch die verstärkten Sinnesfähigkeiten der Vampire. Das Fehlen der knoblauch-abwehrenden Enzyme in den Schleimhäuten (z.B. Auge, Nase, Rachen) verursacht starke Schmerzen, die zu Besinnungslosigkeit führen können.

Um ihren Vampir zu schützen sollten sie ihn von Knoblauch fernhalten. Sollte er dennoch damit in Berührung kommen, kann es helfen, wenn sie ihm feuchte Tücher vor das Gesicht halten – am besten mit Lavendelessenzen. Dies hält das Alliin ab.
Um ihren Vampir resistenter gegen Knoblauch zu machen – sollten sie versuchen ihm besonders gesunde Menschen schmackhaft machen (der Biobauer von nebenan vielleicht). Blutorangen und roher Fisch ist ebenfalls gut für ihren Vampir – beides ist Nahrung, die sie vertrage und mögen – zudem ist es auch eine Abwechslung zu dem sonst so beblieben Jungfrauenblut.

Diese Tipps können ihnen helfen, das Leben ihres Vampirs erheblich zu verbessern. Er wird es ihnen danken – sie wissen schon wie. ;)







*der Essay ist im Rahmen eines Adventskalenderwettbewerbes entstanden - er ist unbearbeitet.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Schnee

Unbearbeitete kleine Geschichte. Ich hatte nur wenig Zeit.


Schnee

Glitzern und Funkeln stach mir ins Auge. Ich musste blinzeln, denn damit hatte nicht gerechnet.
Der Blick aus dem Fenster in den Himmel versprach nichts Besonderes und bis ich sie fallen sah.
Weit oben am blauen klaren Winterhimmel, glitzerte sie mich an.
Die erste Schneeflocke in diesem Winter. Wie lange hatte ich darauf gewartet. Sie war endlich gekommen und mir war, als begrüße sie mich.
Mit zusammengekniffen Augen suchte ich nach dem Glitzern und fand es auch bald.
Ich staunte über ihre Schönheit und sah, dass sie nur sehr langsam fiel. Mit einem Satz sprang ich auf und rannte hinaus in den Garten um sie zu begrüßen.

Ihr Fallen glich dem einer Feder. Leise und sanft wiegte sie sich zur Erde. Grazil, leicht tänzerisch. Ich drehte mich und lachte. `Ich habe mich so auf dich gefreut.´
Sie war wie ein verschwörerisches Kind, welches kurz davor war ein Geheimnis zu lüften.
Sie kam näher und näher und ich sah ihre feinen Züge. Ein Meisterwerk aus Eis. Gläserne Spitzen und Bögen, Zacken und Kreise - so filigran hätte kein Goldschmied ein Schmuckstück formen können.
Der Winterkönig allein vermochte dies. Er beschenkte uns mit seinen kostbaren Kristallen, die so kurze Zeit zu leben hatten, bis die erbarmungslose Sonne sie vernichtet. Ich hauchte in die eiskalte Luft und sie tänzelte vor mir. Ich musste lächeln.
Mir war als hörte ich sie klingen. Ein heller klarer himmlischer Ton, schien von ihr auszugehen. Es war ganz ähnlich dem Ton, den ein Glas macht, wenn man mit dem Finger um den Glasrand fährt. Es war wie Gesang. Wie ein Begrüßungslied. Sie rief ihre Brüder und Schwestern, die nach ihr kommen und die Welt wie mit Puderzucker bestäuben sollten.
Ich musste mich nun tiefer und tiefer beugen, sie kam der Erde nahe. Die mit Raureif überzogenen Grashalme streckten sich nach ihr aus.
„Komm kleine Flocke komm und sag mir, was der Winter bringt. Gib mir einen Kuss, kleine Flocke.“
Doch ich konnte sie nicht dem gefrorenen Gras überlassen. Ich streckte meine Hand aus und fing die Flocke kurz vor ihrer Landung auf der Erde auf.
Auf meinem kleinen Finger rollte sie herunter und sie hielt in den Furchen meiner warmen Hand.
Augenblicklich wurde sie zu einem Tropfen Wasser. All die kleinen Verzierungen verschwanden und das Glitzern erstarb. „Hallo und auf Wiedersehen“ sagte ich zu ihr.
Mit einem Seufzer verhallte auch das helle Lied ihrer Reise. Mir war als könnte ich ein Flüstern hören. „Der Winter wird lang und dunkel.“
Wehmut ergriff mich. Dieser kleine Augenblick war jedes Jahr so kurz. So vergänglich, ob der Winterkönig um seine Schätze weinte? Und ob er aus seinen Tränen neuen Schnee schmiedete? All das schwirrte mir im Kopf herum. Und ich sah den Winterkönig vor meinen Augen, wie er mit silbernen Werkzeug die kleinen Kristalle formt und wie er in seinem weißen Pelz um seine Kinder weinte. Ich benetzte meine Lippen mit dem Wasser der Schneeflocke und sah nach oben in den klaren Himmel.
Wie eine Armee sanken nun dicke fette Flocken hernieder und bedeckten alles um mich herum. Alles wurde weiß.

Mittwoch, 3. September 2008

poetry 0001

liebschaft: lau

sich selbst zu lieben
ungetrübt
in fremden betten

vortagssuppe ohne salz
laken gebleicht
hände kalt

geliebt von ihm
vielleicht sogar innig

doch es
schmeckt nicht

mich selbst zu lieben
wo ist das salz?


(2007)

(Ich dachte ein paar Ergüsse Erdnüsse wären schön.)

Sonntag, 31. August 2008

reinvented

warm
cannotbearemotionstoofulltoomuchilikethisbottletobeempty

Montag, 18. August 2008

Anfang

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal gepostet habe :) aber hier ist mal der Anfang der großartigen Fallobst-Fälle)


Dem Fallobst sein letzter Fall


Gedankenverloren blätterte er in seinem Notizbuch.
Nichts, keine verwertbaren Hinweise. Dieses
Fräulein Hagel hatte angeblich nichts gehört oder gar gesehen.

Er schnaubte. Sie hat gelogen. Dass sie lügen würde,
war ihm schon klargewesen, als sie in sein
Büro gekommen war. Sie war eine von den Frauen,
die schwachen Männern Angst einjagen und starke
Männer dazu treiben sich zu vergessen. Sie
musste lügen, nur um ihre Macht zu beweisen.

Abgesehen davon war der Fall einfach nur langweilig.
Es würde im Sande verlaufen. Morde wie diesen
gab es jeden Tag.

Fallobst erhob sich aus seinem Sessel und ging in seine
Küche. Er sah, dass der Anrufbeantworter blinkte.
Er ahnte, dass es diese Reporterschnäpfe war, welche
ihm das Tagesblatt neuerdings auf den Hals hetzte.

Ihre weiche Stimme klang sachlich und bestimmt. Sie
wollte Informationen über diesen langweiligen Mord.

"Herr Fallobst, vielleicht" flüsterte sie nun in einer
sehr dunklen Stimme "vielleicht, könnte es sie interessieren,
was Fräulein Hagel am Abend vor der Ermordung ihrer
Schwester getrieben hat?"

Fallobst horchte auf. Verdammt, dass interessierte ihn rein gar nicht.
Er würde sich niemals auf einen Deal mit Reportern einlassen.
Schon gar nicht, weil sie wie jeder andere, seinen
Namen falsch aussprach. Es ist Fall`bst - das "O" ist so gut wie stumm.
Wütend löschte er die Nachricht und verfluchte seinen Namen,
diesen dämlichen Mord und seinen verdammten Beruf.

Hugo Fallobst schlief an diesem Abend unruhig und träumte schlecht.
Er war ein sehr unzufriedener Mann, dieser Fallobst.

Mittwoch, 13. August 2008

Fundsache

Ich bin bei meinen Eltern und habe hier einen etwas älteren unveröffentlichten Text gefunden. Roh ungeschliffen ehrlich.
Enjoy.


Innishannon (2004)



Es regnet. Auf dem grünen Hügel zu meiner rechten.
Fern und hinter mir - die Häuser - Innishannon.
Die Kamine rauchen. Der Himmel ist schon länger grau.
Ich laufe. Das Geräusch meiner Füsse auf dem nassen Asphalt
finde ich lustig. Die Schafe auf der Weide nebenan
blöken im Takt.
Der Regen streichelt die Gräser und mein Haar.
Torf verbrennt. Es wird dunkel.
Ich wandere noch immer durch die kleinen
Strassen. Begegne Häusern und Hunden. Allesamt friedlich.
Mein Weg ist ein Bogen rund um das Dorf.
Es liegt wie ein Dampfer zwischen
den Hügeln. Innishannon.
Der Regen gibt auf. Ich löse mich vom Strassengewirr
und folge dem Rauch. Es ist wunderschön.
Bernsteinfarben im Dunst liegt es. Es fühlt sich so warm an.
Es glitzert mir entgegen und kitzelt meine Augen.
Ich blicke in den Himmel - der Regen macht sich bereit.
There is no place like home.
Innishannon - farewell.

Sonntag, 4. Mai 2008

sedierung

Es blickt noch einmal in dieses
Gesicht und dann schließt es die Augen.
All die Tage, all die Spiegel und kein Weg
nach draußen.
Es hallt auf den Fliesen.
Nur die nackten Füße bewegen sich lautlos - bis der
Angstschweiß kommt.
Dann dreht sich die Welt und kein Mensch kann etwas dafür.
Es fragt - wer es sei. Es bleibt stehen und sucht.
Über der Tür hängt ein Bild von einem laufenen Mann auf einer
Wiese.
Es sollte doch immer Sommer sein. Stattdessen bleibt die
Zeit stehen und es fängt noch einmal von vorn an.
Niemand erinnert sich an den Sommer - nur der Angstschweiß
bleibt kleben.

Und wer durchdreht hat verloren.

Montag, 28. April 2008

Alter Kram

(rough concept 2007)

Was man alles werden kann ...
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Magnus saß in seinem Zimmer. Er wollte Hausaufgaben machen.


Sie hatten in der Schule nur eine Aufgabe bekommen.

Sie sollten ein Bild malen.

Nicht einfach irgendein Bild, nein, das
Bild sollte die Antwort auf folgende Frage sein:

Was willst du werden, wenn du groß bist?

Eigentlich nicht schwer.
Magnus konnte malen, vielleicht nicht so gut wie Malena aber er hatte immer eine gute Note.

Trotzdem konnte er nicht anfangen. Es gab so viele Möglichkeiten.

malena

Als er Malena gefragt hatte, lachte sie ihn fast aus. Dann zählte sie ihre Ideen auf. Sie wollte Malerin, Schriftstellerin, Tierärztin, Sängerin und vor allem Prinzessin werden.


Für Magnus hatte sie auch eine Idee.
"Du wirst Musiker! So wie mein Onkel, der reist ständig durch die Welt und trifft viele berühmte Leute."
Sie sah ihn ganz ernst an.
Magnus seufzte und sagte lieber nichts dazu.


lukas

Sein Freund Lukas hatte nur eine Idee.

Er schlug Magnus vor Pirat zu werden. Mit ihm zusammen wollte er auf dem Meer segeln und viele Schätze finden.
Auch dieser Vorschlag war Magnus nicht geheuer.




Zuhause fragte er seine Mama.
Sie sah ihren Kleinen an und meinte, dass es ihr nur wichtig ist, dass er ein netter junger Mann wird.
Sie erzählte ihm, dass sie einmal Tänzerin werden wollte.
Das half Magnus nun auch nicht weiter. Mit "nett sein" kann
man kein Geld verdienen, dass wusste er schon, egal was Mama sagt.





Am Nachmittag kam Opa zu Besuch und auch er wurde um Rat
gebeten.
"Ach, mein Junge," lachte Opa ",das ist doch ganz einfach.
Ich wollte immer Feuerwehrmann werden. Das ist doch auch was für dich." Opa strahlte. Magnus stellte sich vor, wie er und Opa zusammen Feuer löschten.

Es war aber immer noch nicht das Richtige.

Also saß Magnus am Abend immer noch ohne Idee vor seiner Aufgabe.
Er blickte durch sein Zimmer und sein Blick fiel auf sein kleines rotes Flugzeug. Darauf hätte er schon Lust.

Pilot wäre toll. Genau - er wollte Pilot werden!



Magnus fing an zu malen. Wenig später schaute er zufrieden auf das Bild.

Noch wusste er nicht, dass er Morgen schon eine neue Idee haben würde.
Aber das ist nicht wichtig, Magnus hat noch viel Zeit und vielleicht wird er ja ein Flugpiratenfeuerwehrmannmusiker der sehr nett ist.




Oder auch nicht.

Jetzt geht er ersteinmal schlafen. Gute Nacht, Magnus.

Montag, 7. April 2008

i got no reason to communicate

...

darum alte Texte. (2006)





Raketen Radio?



Im Park dröhnt mir Musik in
die Reifen meines
alten geliebten Fahrrades.

Sie spielen Lieder aus meiner
Jugend. Nein, sie spielen
Lieder, die in meiner
Jugend hätten sein sollen.

Das Raketen Radio von den
Sportfreunden. Ja gut.

Sie sitzen um die Musik.
Ich quietsche und ächze
mit meinem Fahrrad vorbei.

Sie schwelgen in Erinnerungen.
Damals. Damals das Abi.
Damals als Paula und ... .
Damals als wir noch jung und
versoffen waren.


Sie sitzen im Park und hören
Lieder ihrer Jugend.

Sie sitzen mit dem Bier in der Hand,
neben dem Raketen Radio.
Sie sitzen und glauben es sei wohl vorbei.


Ich poltere über die Wiese.
Und brülle.

"Es ist doch gar nicht vorbei!"

Montag, 31. März 2008

hide

like floating curtains
hide the sky
there is something hidden
behind your eye

I won`t guess
you won`t move me no more
I hide myself now

mietz-haus

haifischmaedchen schreibt nur unsinn

Du bist?

Du bist nicht angemeldet.

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mauzmauz

>will sie extraktieren>inhalieren>ni e...
>will sie extraktieren>inhalieren>ni e verlieren>schön...
sehnsüchtiger (Gast) - 1. Okt, 19:59

...

Und nun?

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Zuletzt aktualisiert: 11. Dez, 18:32

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